Klavierlehrer/-innen Frankfurt am Main


Klavierlehrer Frankfurt
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MUSIKLÄDEN


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REPARATUR VON INSTRUMENTEN


ANWÄLTE FÜR MUSIKRECHT



MUSIK UND GEHIRN

Ein einfaches Beispiel zeigt, wie Musik unser Gehirn beansprucht, wie sie es fördert und gleichzeitig fordert. Sucht man im Radio einen Sender und hört nur den Bruchteil eines Musikstücks, ist es in Sekundenbruchteilen klar, worum es sich handelt. Man erkennt sofort ob es Jazz, klassische oder volkstümliche Musik ist. In unserem Gedächtnis ist durch tausendfache Erfahrung eine Art musikalische Bibliothek abgespeichert. Durch Vergleich ist die Zuordnung möglich. Dieser "Musikspeicher" wird durch lebenslanges hören im Gehirn angelegt und ständig erweitert. Diese Musikgedächtnis befindet sich im Schläfenlappen und im Stirnhirn. Dieses Musikgedächtnis hat noch eine weitere Eigenschaft. Es kann beim Hören von bestimmten Musikstücken zu Erinnerungsstürmen kommen. Man hört etwas und ist emotional überwältigt. Dies Phänomen heißt in der Wissenschaft "Play-it-again-Sam"-Effekt". Der Name bezieht sich auf das weltberühmte Musikstück "As time goes by" aus dem Film Casablanca, in dem der Held beim Hören dieses Titels an seine Geliebte erinnert wird. Diese Eigenschaft der Musik wird in der Musiktherapie bewusst eingesetzt um demente Personen zu behandeln. Erlernt man selbst ein Instrument, führt das im Gehirn dazu, dass im Gehirn eine Vernetzung der motorischen Zentren mit dem Gehör statt findet. Untersuchungen haben gezeigt, dass innerhalb der ersten drei Wochen des Übens im Gehirn stabile Verbindungen entstehen, die lebenslang aufrecht bleiben. Ebenso wie die Bewegung und das Hören ist das Sehen beim Erlernen eines Instruments mitbeteiligt. Die Noten werden gelesen und in Bewegungen der Finger umgesetzt, damit z. b. die richtigen Tasten oder die richtigen Saiten einer Gitarre bedient werden. Noch dazu werden die Emotionen, die durch das Musizieren entstehen im Gefühlszentrum des Gehirns (Mandelkern, Mittelhirn)verarbeitet. Bei Kindern die ein Instrument lernen, verändert sich auch die Hirnstruktur positiv. Ein Studie hat ergeben, dass bei Kindern die Klavier lernen bereits nach 15 Monaten (bei ca. 2 Stunden üben pro Woche) im Vergleich zu nicht Klavier spielenden Kindern sich die Nervenzellen die die linke Hand steuern deutlich verdichtet haben und auch die Hörregion war deutlich leistungsfähiger.

Bei der Feinmotorik war der Unterschied auch signifikant nachweisbar. Der sog. Balken, dass ist die Verbindung zwischen den Beiden Hirnhälften wurde durch das Klavierspielen deutlich verstärkt, wodurch die beiden Hirnhälften besser miteinander verbunden wurden. Wie die Musik das Gehirn beeinflusst, zeigt sich besonders deutlich bei Berufsmusikern. Es können erstaunliche Veränderungen festgestellt werden. Nicht nur die Hör- und Bewegungszentren der Profis waren deutlich besser entwickelt als bei Nichtmusikern, sondern was für die Wissenschaft besonders überraschend war, auch das Sprachzentrum, in der linken Hirnregion war sehr viel besser ausgeprägt. Die Differenzierung geht sogar so weit, dass man je nach benutztem Instrument bei Berufsmusikern Unterschiede in den Gehirnregionen feststellen kann. Das Gehirn reagiert auf Beanspruchung und bildet dementsprechend die Nervenstränge der betroffenen Region stärker aus. Der Zusammenhang zwischen Musik und Sprache kann im Gehirn ebenfalls beobachtet werden. Beim Musizieren werden ähnliche neurale Netzwerke wie beim Sprechen aktiviert, allerdings mit dem Unterschied, das das musikalische Netzwerk breiter angelegt ist und in der rechten Hirnhälfte zu finden ist. Dieser Zusammenhang von Musik und Sprache ist für Kleinkinder entscheidend. Die Beschäftigung mit Musik fördert das Erlernen der Sprache.