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AUFGABEN DES MUSIKLEHRERS

Der Lehrer steht in jedem Lernstadium als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Vom Erlernen der trockenen Theorie bis zur Perfektion des letzten Tons im Musikstück hält er Augen und Ohren offen. Er bereitet Sie mit dem nötigen theoretischen Wissen auf das vor, was Sie in der Praxis erwartet. Für jedes Instrument sind beispielsweise unterschiedlich tiefgehende Notenkenntnisse erforderlich und auch die mechanischen Eigenschaften unterscheiden sich grundlegend. Einen allgemeinen "Crashkurs", welcher gleichermaßen auf alle Instrumente vorbereitet, gibt es leider nicht.

Eine der ersten Fragen des Musiklehrers wird die sein, für welches Instrument Sie sich interessieren. Schildern Sie Ihre Wünsche und reden Sie über Stücke, welche Sie gern spielen möchten. Dann erhält der Lehrer ein Bild davon, welche Ziele Sie sich selbst gesetzt haben und kann außerdem sagen, ob diese Lieder auf dem jeweiligen Instrument gespielt werden können. Einige Instrumente sind beispielsweise stark beschränkt, was den Tonumfang angeht und bei einigen Instrumenten ist es sehr schwer, außerhalb der standardmäßigen Tonleiter zu spielen. An dieser Stelle kann der Lehrer somit grob einschätzen, ob Ihre Vorstellungen realistisch umsetzbar sind. 

Es beginnt beim Erlernen der wichtigen Noten. Wenn Sie beispielsweise Trompete lernen wollen, sollten Sie die "gewöhnliche" Notation inklusive der geläufigen Tonleitern beherrschen. Interessieren Sie sich hingegen für ein Akkordeon, müssen Sie zusätzlich die Bassnotation des Instruments verstehen, denn erst die Bässe verleihen einem Akkordeon seinen einzigartigen Klang. Mithilfe eines versierten Lehrers bekommen Sie in der Anfangsphase genau die Notenkenntnisse beigebracht, welche für Ihr Instrument nötig sind. Das erspart Ihnen nicht nur das Lernen von Inhalten, welche Sie niemals anwenden werden, sondern hilft Ihnen auch, schneller Ein gewisses Grundverständnis für Ihr Instrument zu entwickeln.

Jedes Musikinstrument funktioniert nach dem gleichen Grundprinzip: Ein Ton entsteht durch das Schwingen eines Festkörpers oder der Luft. Bei Holzblasinstrumenten beispielsweise wird das Blatt im Mundstück in Schwingung versetzt, bei der Gitarre schwingen die gesamten Saiten durch das Anzupfen. Diese Schwingung wird durch die Bauart des Instruments verstärkt. Bei der Gitarre übernimmt der hohle Korpus die Verstärkung des Tons, bei der Trompete ist der Schalltrichter am Ausgang verantwortlich. So besitzt jedes Instrument seine Eigenheiten und Sie benötigen für jedes Instrument ein bestimmtes Hintergrundwissen, um schöne, klare Töne zu erzeugen.

Musikinstrumente sind teuer! Diese Aussage lässt sich durchaus verallgemeinern und trifft auf fast jede Kategorie an Instrumenten zu. Natürlich können Sie eine Gitarre für 100 € kaufen oder eine Blockflöte für 10 €, aber diese Instrumente sind bestenfalls für den Heimgebrauch bei geschlossener Tür geeignet. Für das Zusammenspiel vor Publikum hingegen oder in einem Orchester müssen Sie deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ein falscher Einkauf oder die falsche Handhabung machen hier schnell mehrere hundert Euro zunichte. Auch an dieser Steller können Sie vom langjährigen Wissen Ihres Musiklehrers profitieren. Er berät Sie nicht nur beim Kauf, sondern versorgt Sie zudem mit Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Instrument behandeln müssen, damit es möglichst lange hält.

Bei vielen Musikinstrumenten gibt es zudem Tücken, die den Schüler davon abhalten, saubere Töne zu erzeugen. Gerade Blasinstrumente sind anfangs schwierig in der Handhabung, weil nur ein korrekt eingerichtetes Mundstück saubere Töne produzieren kann. Bei Klarinetten beispielsweise muss das Holzblatt auf den Millimeter genau an der richtigen Stelle eingespannt werden und auch die Lippen des Bläsers müssen genau an der richtigen Position ansetzen. Stimmt einer dieser beiden Faktoren nicht, werden Sie der Klarinette, wenn überhaupt, ein gequältes Quietschen entlocken. Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie überhaupt keinen Ton herausbringen.

Ebenfalls ein beliebter Fehler bei Blasinstrumenten ist eine falsche Atmung. Das betrifft gleichermaßen das Ein- und Ausatmen, weil besonders Frauen intuitiv in die Brust atmen. Für das Spielen von Blasinstrumenten empfiehlt sich jedoch die Bauchatmung, die auch Sänger und Sängerinnen benutzen, weil sie damit deutlich mehr Kraft in ihre Stimme legen können. Das gleiche gilt bei einem Blasinstrument. Ein häufiger Anfängerfehler ist zusätzlich das Aufblasen der Backen, wodurch die Mundmuskulatur nicht fachgerecht trainiert wird. Durch das veränderte Volumen innerhalb des Mundraums verändern Sie zudem den Luftstrom und der veränderte Luftstrom beeinflusst den Ton in der Höhe oder Klarheit. Die irischen Tin Whistles beispielsweise regulieren über den Blasdruck sogar die Oktave, in welcher der Ton erklingt. Wenn mitten beim Spielen einer Tin Whistle also die Backen aufgebläht werden, kann es schlimmstenfalls passieren, dass der Ton in eine andere Oktave springt.

Auch bei anderen Instrumenten gibt es Punkte, an denen autodidaktische Anfänger gern Fehler machen. Bei Streichinstrumenten ist zum Beispiel das regelmäßige Nachstimmen und der rechtzeitige Wechsel der Saiten enorm wichtig. Das Spielen mit einem verstimmten Instrument klingt nicht nur für Zuhörer unangenehm, sondern es zerstört auch das musikalische Gehör des Instrumentalisten. Die häufige Kontrolle der Stimmung ist bei Saiteninstrumenten wie Borduninstrumenten enorm wichtig, weil hier bereits kleine Änderungen der Lufttemperatur oder Luftfeuchtigkeit hörbar sind. Wie Ihr Instrument richtig gestimmt wird und wie Sie die Stimmung am schnellsten kontrollieren, wird Ihnen Ihr Lehrer gleich in den ersten Stunden beibringen.

Der Musiklehrer kann Sie außerdem auf den Weg vorbereiten, welchen Sie musikalisch einschlagen wollen. Solomusiker sind von Niemandem außer von ihrem Instrument abhängig. Sie arbeiten mit Spieltechniken und Verzierungen, welche dem Durchschnittsschüler nicht beigebracht werden, weil diese in einem Orchester untergehen würden. Außerdem kann der Solist seine Pausen selbst koordinieren oder Veränderungen vornehmen, um das Stück an seine persönlichen Stärken anzupassen. Zudem kann der Solist auf Reaktionen der Zuhörer eingehen, wenn bestimmte Stücke besonders gut ankommen und mitten im Lied einzelne Stellen improvisieren. Er verfolgt das Ziel, sich von anderen Solisten abzuheben, damit wir ihn unter Hunderten wiedererkennen. Dazu ist alles erlaubt, was Spaß macht und gut klingt.

In der Gruppe verändern sich die Anforderungen an die einzelnen Musiker. Besonders für das Spielen in einer Band oder einem Orchester ist nicht nur die Stimmung Ihres Instruments, sondern auch Ihr Taktgefühl wichtig. Meist gibt ein Schlagzeuger den Takt vor, aber Sie müssen natürlich lernen, wie Sie nach dessen Signalen spielen. Ein Taktgefühl entwickelt sich nicht in Stunden und auch nicht nach Tagen. Es entsteht in jahrelanger Arbeit, wenn Sie dran bleiben und fleißig üben. Die Beobachtung durch einen Lehrer ist besonders im Anfangsstadium wichtig, damit Sie von der ersten Minute an im Takt üben. Dieses Taktgefühl ist eine der wichtigsten Eigenschaften für Orchester, denn stellen Sie sich ein Mal vor, wie es klänge, wenn bei 50 Musikern jeder einen anderen Ton spielt.